Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Meppen

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Inhalt: Schifffahrtsschule

Schifffahrt macht Schule

300 Kinder in Meppen lernen etwas über Umwelt und Technik der Wasserstraßen

Wie verbindet man zwei Seilenden miteinander? – Wie viele Lkw-Ladungen passen in ein Frachtschiff? – Wie werden Schleusen betätigt? – Was macht man, wenn unter Wasser etwas kaputt ist? – Antworten auf diese Fragen bekommen Grundschüler in Meppen auf dem Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA).
An drei Tage sind rund 300 Kinder aus 13 Grundschulklassen Meppener der Jahrgänge 3 und 4 dort zu Gast und erleben jeweils vier Unterrichtsstunden, in denen ihnen Umwelt und Technik der Wasserstraßen dargestellt werden. Der Leiter des WSA-Meppen, Holger Giest, begrüßte die ersten Klassen und stellte ihnen das Tagesprogramm vor.

Die Idee zu dem Schulprojekt hatten die WSA-Mitarbeiter Thomas Klaas und Andreas Vieler, die ein Konzept aus der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd aufgriffen. Der Sprecher der Meppener Grundschulen, Bernd Koldehoff, sagte: „Das Projekt passt wunderbar in den Lehrplan der Grundschulen.“ Giest und seine Mitarbeiter achteten besonders auf die Sicherheit ihrer Gäste auf dem Bauhofgelände durch Absperrungen und eine intensive Betreuung.


Ein Höhepunkt des Besuches war die Fahrt mit der „Meppen“. Das Museumsschiff des Heimatvereins Haren stand jahrzehntelang in Diensten des WSA Meppen. der Vereinsvorsitzende Ulrich Schepers freut sich über das große Interesse von Kindern und Lehrkräften am Thema Schifffahrt. Bevor die Schüler an Bord gehen durften, mussten sie die von Schiffsführer Bernd Hermes ausgegebenen Schwimmwesten anlegen. Dann ging es auf Tour über Hase und Ems, die in Meppen Teil der Wasserstraße Dortmund-Ems-Kanal sind.

Geschicklichkeit war bei der nächsten Station gefragt. Hier wurde das Knotenmachen gezeigt und mit Seilstücken geübt. Denn in der Schifffahrt seien Seile unverzichtbar, und sie müssten sicher miteinander verbunden sein, erklärte Herman Poggemann.

Auf der Helling, dem Schiffsreparaturplatz des Bauhofs, hörten die Gäste bei Thomas Klaas und Andreas Vieler etwas über Schifftechnik und dass ein Frachtschiff rund 100 Lkw Ladungen transportieren kann und ebenso viel wie ein großer Güterzug der Eisenbahn. Erklärt wurden auch die Kennzeichen der Schiffe und deren Bauweise, je nach Transportzweck.

Welche Aufgaben die Fernbedienzentrale auf dem Bauhofgelände hat, konnten die Kinder bereits beim Blick auf die Bildschirme sehen. Mehrere Schleusen und die Hubbrücke in Meppen waren zu sehen, dazu Funktionsdiagramme, die die Stellung von Schleusentoren und andere Informationen anzeigten. Von hier werden Anlagen im Einzugsbereich des WSA-Meppen fernbedient. Per Funk holte sich Bernd Hermes die Erlaubnis für die Ausfahrt der „Meppen“ aus dem Hafen des WSA.

Gedanklich eintauchen in die Arbeitswelt unter Wasser konnten die Mädchen und Jungen am Informationsstand der Taucher. Schwere Schutzanzüge mit Lampen und allerhand Ausrüstung waren zu sehen. Damit können WSA-Mitarbeiter gut geschützt gegen das kalte Wasser in der Tiefe nach Schäden suchen und Reparaturen vornehmen. Beeindruckt waren die Kinder vom Gewicht von Taucherhelm und Bleischuhen.

Für die Lehrkräfte gab es Material zur Vor- und Nachbereitung des Besuchs. Hierin steht das Thema Umweltschutz im Mittelpunkt, aber auch Informationen zur Bedeutung des Wasserstraßennetzes für Wirtschaft und Tourismus. „Wir sind froh und dankbar für dieses Angebot“, sagte Koldehoff.