Inhalt: Dortmund-Ems-Kanal
Streckenverlauf und bauliche Entwicklung
Der DEK verbindet Dortmund mit dem Seehafen Emden. Er
verläuft von Dortmund in nordwestliche Richtung. Bei Datteln
schwenkt er nach Norden, überquert die Lippe, die Stever, die
Ems und verläuft ab Greven auf der Ostseite des Emstales durch
die Münsterländische Bucht bis zum westlichen
Ausläufer des Teutoburger Waldes und trifft bei Gleesen zum
ersten Mal auf die Ems. Bereits nach 2 km verläßt er
sie wieder bei Hanekenfähr.
In der Trasse des Hanekenkanals, dem Vorläufer des DEK aus dem
Jahre 1828, zieht er an Lingen vorbei bis Meppen. Dort, am
Zusammenfluß von Hase und Ems, wird der DEK
endgültig Bestandteil der Ems. Strömung, Hochwasser
und enge Flußkrümmungen beeinflussen jetzt die
Schiffahrt.
Auf seinem Weg von Dortmund bis zur tidebeeinflußten Ems in
Herbrum überwinden 15 Schleusen ca. 70 m
Höhenunterschied. Ab Papenburg, nach 225,80 km, beginnt die
Seeschifffahrtsstraße Ems. In Oldersum
verläßt der Kanal wieder die Ems. Über zwei
Schleusen führt ein heute aus verkehrlicher Sicht
unbedeutender 9 km langer Seitenkanal dann zum Binnenhafen Emden.
Außer dieser Nord-Süd-Verbindung stellt der DEK
über den Rhein-Herne-Kanal sowie den Wesel-Datteln-Kanal und
die norddeutschen Wasserstraßen die Verbindung zwischen dem
Rheinstromgebiet und den Seehäfen Bremen und Hamburg sowie den
Berliner Wasserstraßen her.
Als erster der großen deutschen
Binnenschiffahrtskanäle wurde der DEK nach
siebenjähriger Bauzeit am 11. August 1899 feierlich
eröffnet. Mit den damaligen Abmessungen war er für
das 750-t-Schiff von 67 m Länge, 8,20 m Breite und 2,00 m
Tiefgang geeignet und für eine Gütermenge von 3 Mio.
Tonnen je Jahr gebaut.
Bereits kurz nach Eröffnung des DEK begann der Ausbau
für das 1000-t-Schiff. Aber erst 1959 erfolgte die Freigabe
des Kanals für diesen Schiffstyp. Im Jahr 1960 erreichte das
Verkehrsaufkommen mit 20 Mio. Tonnen seinen vorläufigen
Höhepunkt. Mittlerweile war das 1350-t-Europaschiff zum
gängigen Schiffstyp geworden. Der dafür noch
erforderliche Ausbau, die Begradigung besonders enger
Krümmungen, wurde 1968 abgeschlossen.
Die Südstrecke
Heute ist vor allem in der Südstrecke des Dortmund-Ems-Kanals der Abschnitt zwischen Datteln und Bergeshövede ein wichtiges Bindeglied für den Verkehr in der West-Ost-Wasserstraßenmagistrale, der Rhein-Weser-Elbe-Berlin-Verbindung. Diese Strecke passieren jährlich ca. 23.000 Schiffe bzw. 13 Mio. Tonnen Fracht.Auf diesem Streckenabschnitt wird der Kanal zurzeit für Großmotorgüterschiffe (Abmessung: 110,00 x 11,40 x 2,80 m, Tragfähigkeit: 2.100 t) und für Schubverbände (Abmessung: 185,00 x 11,40 x 2,80 m, Tragfähigkeit 3.700 t) ausgebaut.
Die Nordstrecke
Auf der Nordstrecke des DEK von Bergeshövede bis Papenburg
sind die Abmessungen der Schiffe auf 95 m Länge und 9,60 m
Breite begrenzt. Diesen Streckenbereich befahren jährlich ca.
7.100 Güterschiffe mit rd. 3,8 Mio. Tonnen Ladung.Der Schiffsverkehr auf dem Küstenkanal erhöht die Zahlen in Herbrum auf ca. 10.300 Schiffe und rd. 5,3 Mio. Tonnen. Hinzu kommen viele Sportboote.
Ab Meppen, am Zusammenfluß von Hase und Ems, wo der DEK endgültig Bestandteil der Ems wird, bilden enge Flußwindungen eine natürliche Grenze für jeden weiteren Ausbau.
Verlangt irgendwann die wirtschaftliche Entwicklung des Emslandes einen leistungsfähigeren DEK, müsste ein von der Ems unabhängiger Seitenkanal zwischen Gleesen und Papenburg (SGP) entstehen. Die dafür erforderliche Trasse wurde bereits 1938 planfestgestellt. Ca. 80 % der erforderlichen Flächen befinden sich im Eigentum des Bundes.
Verwaltung
Die Verwaltung der rd. 270 km langen Wasserstraße zwischen Dortmund und Emden teilen sich die| Duisburg-Meiderich | von Dortmund bis Datteln |
| Rheine | von Datteln bis Gleesen |
| Meppen | von Gleesen bis Papenburg |
| Emden | von Papenburg bis Emden |
Binnenschiffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal - eine Projektarbeit der
Fachhochschule Osnabrück (ca. 490 KB).
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