Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Meppen

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Inhalt: Besonderheiten im Außenbezirk Lathen

Hochwasserentlastungsbauwerk Düthe

Das Hochwasserentlastungsbauwerk (Auslassbauwerk) wurde 1893/94 bei DEK km 194,640 im oberen Schleusenkanal der Schleuse Düthe gebaut. Das Bauwerk wurde gemauert und ist mit 6 stählernen Schütztafeln verschlossen. Das Auslassbauwerk dient zur Ableitung des Kanalwassers bei höheren Wasserständen in die tiefer liegenden Wiesen des angrenzenden „Kamper Bruchs“ und der Gemarkung Ahlen. Für das Öffnen der Schütze ist der ABz zuständig. Wenn der Wasserspiegel in der Haltung Hilter – Düthe von Normal +6,00 Meter über Normalnull (m ü. NN) auf + 7,19 m ü. NN angestiegen ist, wird mit dem Öffnen der Schütztafeln begonnen. Die max. Öffnungshöhe beträgt 7,99 m ü. NN. Das Heben bzw. Senken der Schütztafeln erfolgt manuell. Das letzte Mal wurde das Auslassbauwerk zur Hochwasserentlastung im Januar 2008 für 5 Tage geöffnet.

    

 

Geschichtliches / Besonderheiten

Der Dortmund-Ems-Kanal (DEK ) ein wichtiger Wasserweg, geschichtlich und besonders. Baubeginn: 1892; Baufertigstellung: August 1899 mit Eröffnung durch Kaiser Wilhelm II;Länge: 225 Kilometer; Schleusen: 15; Höhenunterschied: zirka 70 Meter; Flussüberquerungen: drei (Lippe, Stever, Ems); nördlicher Endpunkt: km 225,82 bei Papenburg vor der Seeschleuse. Hier Beginn der Ems als Seeschifffahrtsstraße. Im Bereich des ABz Lathen ist der DEK ein staugeregelter Fluss und ab der Schleuse Herbrum tideabhängig. Von der Mündung bis ins Emsland verlaufen Ems und Dortmund-Ems-Kanal getrennte Wege. Zum Bestandteil des  Stromes wird der künstliche Wasserweg erst im Emsland: zunächst nur für zwei Kilometer zwischen Gleesen und Hanekenfähr, danach erneut am Zusammenfluss von Hase und Ems in Meppen. Ab dort ist der DEK ein schiffbarer staugeregelter Fluss. Nun beeinflussen Strömung, Hochwasser und Flusskrümmungen die Schifffahrt. Zwischen Meppen und Herbrum trennen sich Ems und Kanal oberhalb jeder Staustufe kurz. Der Kanal führt direkt zur Schleuse und die Ems durchfließt den sogenannten Wehrarm. Unterhalb der Schleuse Herbrum werden Kanal und Fluss endgültig eins und hier sind dann schon die Gezeiten der Tide-Ems spürbar und dominierend. Das Verkehrsaufkommen auf dem DEK wird auch heute noch durch Frachter dominiert, nur die Ladungen haben sich geändert. Zu den häufigsten Gütern, die die Herbrumer Schleuse heutzutage passieren, gehören in der Bergfahrt Flüssigkreide, Futtermittel wie Sojaschrot oder Getreide, Baustoffe sowie Öl und Ölprodukte. Talwärts kommen über den Küstenkanal Torf, Straßenbaumaterialien wie Kies, Sand und Split. Einen nahezu sprunghaften Anstieg erfährt der Containertransport. Gelegentlich fallen Chemikalien oder auch außergewöhnliche Güter, wie zum Beispiel Schwergutteile, Windmühlenflügel oder Großbehälter an.

 

Ausbildung

Der Außenbezirk Lathen ist Ausbildungsbetrieb für den Beruf zum Wasserbauer. Die Zuständigkeit eines Wasserbauers liegt bei der Unterhaltung, Wartung, Instandsetzung und Inspektion der Wasserstraßen, Wasserbauwerke, Küsten und Stauseen.

Ausbildungsschwerpunkte:

Voraussetzungen:

Dauer/Beginn der Ausbildung: