Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Meppen

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Inhalt: Besonderheiten im Außenbezirk Meppen

Hase-Hubbrücke

Eine Besonderheit in der Leitzentrale Meppen ist die Hase-Hubbrücke in Meppen.

Bereits im Mittelalter stand am heutigen Standort eine hölzerne Jochbrücke, die aus militärischen Gründen schon frühzeitig eine bewegliche Klappe besaß. Später diente sie vor allem als Durchlass für die Schiffe bei höheren Wasserständen. Mit Bau des Dortmund-Ems-Kanals (1894-1899) und der zu erwartenden Verkehrszunahme war ein Brückenneubau erforderlich. Seit dem Bau der ersten Brücke gab es an dieser Stelle immer wieder neue Brückenbauwerke. So auch im April 2006, als wieder mit dem Bau einer neuen Hub-Brücke begonnen wurde. Die Verkehrsfreigabe der neuen Hase-Hubbrücke erfolgte am 10.11.2007. Seit dem Frühjahr 2011 wird diese Brücke, welche nur bei höheren Wasserständen in Betrieb genommen wird und ansonsten sowohl für den Straßen- als auch für den Schiffsverkehr passierbar ist, von der Leitzentrale Meppen aus fern bedient.

    

 

 

Sperrtore / Sperrschleuse Hanekenfähr

Nachdem die Stadt Lingen im Jahr 1946 von einem schweren Hochwasser heimgesucht wurde, errichtete 1957 man zum Schutz in Hanekenfähr ein Hochwassersperrtor. Bei auflaufendem Wasser und erreichen festgelegter Pegelstände wurde dieses Tor geschlossen. Die Schifffahrt hatte jetzt nur noch die Möglichkeit durch die 1868 gebaute “Neue Schleuse Hanekenfähr“ ihre Fahrt fortzusetzen. Die Zu- und Ausfahrt im Oberwasser der Schleuse war durch ihren engen Einfahrtsradius bei hohen Fließgeschwindigkeiten für die damals überwiegend fahrende Schleppschifffahrt äußerst gefährlich. Der Wandel zum Einzelfahrer brachte ein weiteres Problem mit sich, da die nur 10 m breite Schleuse an ihre Kapazität stieß. Zwischen 1974 und 1976 wurde in unmittelbarer Nähe zum vorhanden “alten“ Sperrtor ein zweites “neues“ Sperrtor gebaut. Jeweils ein Sperrtor bildet ein Schleusenhaupt. Dazwischen befindet sich die ca. 190 m lange Schleusenkammer in Böschungsbauweise. 30 m breite Schleusentore ermöglichen das Passieren der Schleuse. Zur Gewährleistung des reibungslosen Einsatzes wird alle drei Monate in Zusammenarbeit zwischen dem ABz Meppen und dem Bauhof Meppen ein Probebetrieb beider Sperrtore durchgeführt.

    

 

 

Geschichtliches   -   Der “Ems-Hase-Kanal“

Die 1819 ins Leben gerufenen “Königlich-Hannoversche Commission zur Schiffbarmachung der Ems“ entschied zur Verbesserung der Flussschifffahrt einen Parallelkanal rechts der Ems zwischen Hanekenfähr im Süden von Lingen bis zur Hase in Meppen zu bauen. Dieser Kanal “Ems-Hase-Kanal“, “Ems-Canal“ oder auch "Hannekenkanal“ genannt gilt als Vorläufer des heutigen Dortmund-Ems-Kanals. Zur Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen Lingen und Meppen wurden 4 Schleusen und eine Sperrschleuse in Hanekenfähr, welche nur bei Hochwasser in Betrieb ging, gebaut. Die letzte Schleuse in Meppen, bestand aus zwei hintereinander liegenden Schleusenkammern. Dadurch erhielt sie den Namen „Koppelschleuse“. Der Ende des 20. Jahrhunderts gebaute DEK verläuft im Bereich zwischen Lingen und Meppen zum Großteil im Kanalbett des Ems-Hase-Kanals. Die seinerzeit gebauten Schleusenanlagen in Hanekenfähr (Sperrschleuse) und Meppen (Koppelschleuse) sind weitestgehend erhalten und stehen unter Denkmalschutz.