Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Meppen

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Inhalt: Dammnachsorge

Zur Überprüfung der Standsicherheit der Kanalseitendämme im Zuständigkeitsbereich der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West sowie zur Durchführung eventuell erforderlicher Nachsorgemaßnahmen wurde 2003 eine Ämter übergreifende Projektgruppe gebildet, woran die WSÄ Duisburg-Meiderich, Rheine und Meppen beteiligt sind.

Insgesamt sind an Dortmund-Ems-Kanal, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal, Küstenkanal und Elisbethfehnkanal rund 230 km Dammstrecke entsprechend den aktuellen anerkannten Regeln der Technik zu untersuchen. Diese Untersuchungen sind notwendig geworden, da im Laufe der letzten Jahre die Sicherheitsanforderungen gestiegen sind. Die ursprüngliche Qualität der Dämme hat sich jedoch über die Jahre nicht verändert.

Dammbauwerk am Dortmund-Ems-Kanal  im Stadtbereich Lingen
Dammbauwerk am Dortmund-Ems-Kanal  im Stadtbereich Lingen

Bei den Kanalseitendämmen handelt es sich um Erdbauwerke, bei denen der Wasserstand oberhalb des angrenzenden Geländes liegt. Auf Grund dieses Sachverhaltes sind die Kanalseitendämme, ähnlich wie die Deiche an den Küsten, Bauwerke mit hohen Sicherheitsanforderungen und daher von besonderer Bedeutung für Mensch und Umwelt.
Die Dammnachsorge erfolgt selber erfolgt in mehreren Arbeitsschritten.

Bestandserfassung
Zu Beginn müssen die zum Teil Jahrzehnte alten Unterlagen für jede Dammstrecke zusammengetragen und gesichtet werden. Sie sind dann durch Angaben zu Dammaufbau, Geometrie, Baugrund und Grundwasserständen sowie Bauwerken in den Dämmen zu ergänzen.

Baugrunderkundung
Um den aktuellen Bauwerkszustand ermitteln zu können, wird auf der Grundlage der Bestandserfassung ein geotechnisches Erkundungskonzept erstellt. Hierzu wird seitens des Amtes ein Baugrundgutachter eingeschaltet. Durch Fachfirmen werden dann den Dämmen und dem Untergrund Bodenproben entnommen, welche anschließend in einem Speziallabor untersucht werden. Die Ergebnisse werden im sogenannten Baugrundgutachten zusammengefasst.

Gutachten zur Überprüfung der Standsicherheit
Da die personelle Kapazität der Projektgruppe nicht für die Begutachtung der Dammstrecken ausgelegt ist, werden die Gutachten zur Standsicherheit an Ingenieurbüros vergeben. Die Projektgruppe führt die gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Vergabeverfahren durch und betreut die beauftragten Büros bei der Erstellung der Gutachten. Fachlich wird die Projektgruppe dabei durch die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe unterstützt.

Böschungsbruchberechnung Kanalseitendamm

Böschungsbruchberechnung Kanalseitendamm

Entwurf, Ausschreibung und Vergabe von Nachsorgemaßnahmen
Entspricht schließlich ein Damm nicht den aktuellen anerkannten Regeln der Technik, so müssen Sanierungsmaßnahmen, sogenannte Nachsorgemaßnahmen geplant und umgesetzt werden. Hierzu stellt die Projektgruppe dann, in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro, die haushaltsrechtlich notwendigen Entwürfe sowie Vergabeunterlagen auf. Im letzten Schritt erfolgt dann die Baumaßnahme zur Sanierung des Dammes und eine Aktualisierung des Bestandswerkes.