Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Meppen

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Bauunterhaltung Gewässerbett


In der Unterhaltung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen befinden sich ca. 250 km Kanal - und Flussstrecken. Hiervon werden ca.150 km von Binnenschiffen unterschiedlicher Tonnage von Norden (Seehäfen Leer und Emden) nach Süden (Ruhrgebiet) bzw. Richtung Osten (Häfen Oldenburg, Bremen und  Bremerhaven) befahren. Die restlichen Gewässer werden hauptsächlich von der Freizeitschifffahrt genutzt bzw. dienen der Erhaltung des ordnungsgemäßen Wasserabflusses.

Bei der Unterhaltung ist den Belangen des Naturhaushalts Rechnung zu tragen sowie Bild und Erholungswert der Gewässerlandschaft sind zu berücksichtigen. Ferner sind die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren.

Als Besonderheit ist der Flussbereich nördlich der Schleuse Herbrum bis Papenburg mit einem Tidenhub* von 3,00 m (i.M.) zu erwähnen. Bedingt durch den Tidenhub und die hohen Abflussgeschwindigkeiten werden die Ufer sehr stark beansprucht und sind erhöhten Erosionen ausgesetzt. Aus v.g. Grunde werden in diesem Flussbereich seit 2007 verstärkt Deckwerkserneuerungen durchgeführt.

Für die Unterhaltung der sonstigen Uferdeckwerke werden jährlich mehrere tausend Tonnen Wasserbausteine in Schadensbereiche nachgeschüttet, welche durch die Nutzung der Wasserstrasse entstehen.

Zum Gewässerbett gehören u.a. auch die Betriebswege, welche einseitig bzw. beidseitig von der Schleuse Gleesen bis zur Schleuse Herbrum am Dortmund-Ems-Kanal und von der Dörpener Dorfbrücke bis Oldenburg entlang des Küstenkanals verlaufen. Sie dienen der landgestützten Unterhaltung des Gewässerbettes sowie als Zufahrt von Rettungs- und Bergungsfahrzeugen. Ferner sind sie in das Radwegenetz der Landkreise Emsland (DEK-Route) und Cloppenburg integriert.

Zur Aufrechterhaltung der Leichtigkeit und Sicherheit der Schifffahrt ist es notwendig, Untiefen im Gewässerbett von Zeit zu Zeit durch Nassbaggermaßnahmen zu entfernen. Besonders nach den Hochwässern im Winter und Frühjahr bringen die Flüsse Ems und Hase Sedimente mit sich, welche sich am Gewässergrund ablagern. Bei einer bestimmten Ablagerungshöhe führt dieses zu Behinderungen für die Schifffahrt (Abladetiefe der Schiffe ist nicht mehr gegeben). Diese Ablagerungen werden entweder durch den WSA-eigenen Schwimmgreifer „Emsland“ (nur bei geringen Ablagerungsmengen) oder durch Unternehmereinsätze beseitigt. Vor der Baggerung wird das anfallende Baggergut auf Nutzung und eventuelle Kontaminierung** untersucht. Nach der Baggerung wird das Baggergut auf WSV-eigene Spülfelder verbracht und dort zwischengelagert. Wenn möglich, wird es dem Wirtschaftskreislauf (z.B. Straßenbau oder bei Schlick zur Verbesserung der Bodenqualität in der Landwirtschaft) wieder zugeführt.

Anmerkungen :
Tidehub* – Unterschied zwischen Ebbe und Flut
Kontaminierung ** - Verunreinigungen


Regelquerschnitt im Bereich des WSA Meppen

Regelquerschnitt im Bereich des WSA Meppen

Grundinstandsetzung der Tidestrecke Grundinstandsetzung der Tidestrecke

Grundinstandsetzung der Tidestrecke Grundinstandsetzung der Tidestrecke

Grundinstandsetzung der Tidestrecke